LEBEN MIT BRONCHIEKTASEN

Atemphysiotherapie und Sekret lösen

Atemwegsreinigung ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung. Die passende Technik sollte persönlich angeleitet, regelmäßig überprüft und an Beschwerden und Alltag angepasst werden.

Patientin erlernt Atemphysiotherapie zum Sekretlösen bei Bronchiektasen, KI-generiertes BildKI-generiertes Bild

Das Wichtigste in 60 Sekunden

Die ERS-Leitlinie 2025 empfiehlt, Menschen mit Bronchiektasen Atemwegsreinigungstechniken beizubringen. Es gibt nicht die eine beste Technik für alle. Auswahl, Reihenfolge und Häufigkeit gehören in fachkundige Hände.

Warum ist Atemphysiotherapie wichtig?

Bronchiektasen können dazu führen, dass Schleim schlechter abtransportiert wird. Atemphysiotherapie soll Sekret mobilisieren und das Abhusten erleichtern.

Individuell statt pauschal

Technik, Dauer und Häufigkeit richten sich nach Sekret, Beschwerden, Kraft, Begleiterkrankungen und persönlicher Verträglichkeit.

Welche Techniken können eingesetzt werden?

ACBT

Ein Wechsel aus Atemkontrolle, tiefen Atemzügen und Huffing.

Autogene Drainage

Sekret wird durch kontrollierte Atemvolumen schrittweise mobilisiert.

Huffing

Ein kräftiges Ausatmen mit offener Stimmritze kann schonender sein als dauerhaftes Husten.

PEP-Geräte

Ausatmen gegen Widerstand kann die Atemwegsreinigung unterstützen.

Oszillierende PEP

Zusätzliche Schwingungen können Sekret lockern.

Lagerung und Bewegung

Körperposition und Aktivität können passend kombiniert werden.

So kann eine Therapieeinheit aufgebaut sein

1

Vorbereiten

Bequeme Position, Material und ausreichend Zeit einplanen.

2

Atmung beruhigen

Mit kontrollierter Atmung beginnen.

3

Sekret mobilisieren

Die erlernte Technik ruhig und gezielt anwenden.

4

Sekret entfernen

Huffing oder Husten so schonend wie möglich einsetzen.

5

Nachbereiten

Geräte reinigen, Wirkung beobachten und Auffälligkeiten notieren.

Patientin nutzt ein PEP-Gerät und achtet auf hygienische Reinigung, KI-generiertes BildKI-generiertes Bild

Inhalation und Atemwegsreinigung abstimmen

Die richtige Reihenfolge hängt von den verordneten Medikamenten, Inhalationslösungen und der persönlichen Reaktion ab. Lassen Sie sich einen schriftlichen Ablauf geben.

Kochsalz und Medikamente

Inhalationslösungen können Husten oder eine Verengung der Atemwege auslösen. Dosis und Verträglichkeit müssen ärztlich beziehungsweise therapeutisch geklärt werden.

Wann sollte die Technik überprüft werden?

Mehr Beschwerden

Wenn Atemnot, Schmerzen oder Erschöpfung zunehmen.

Wenig Wirkung

Wenn Sekret trotz regelmäßiger Anwendung nicht gut gelöst wird.

Infekt

Bei Verschlechterungen kann der Plan angepasst werden.

Blut im Auswurf

Neu auftretendes oder stärkeres Bluthusten medizinisch abklären.

Neues Gerät

Handhabung und Reinigung fachkundig zeigen lassen.

Regelmäßige Kontrolle

Technik auch bei stabilem Verlauf gelegentlich überprüfen lassen.

Patientin übt angepasste Bewegung und kontrollierte Atmung mit einer Atemphysiotherapeutin, KI-generiertes BildKI-generiertes Bild

Häufige Fragen

Muss ich jeden Tag üben?

Häufig ja, aber Häufigkeit und Dauer werden individuell festgelegt.

Ist starkes Husten immer besser?

Nein. Schonendere Techniken wie Huffing können wirksamer und weniger belastend sein.

Kann ich eine Technik aus einem Video lernen?

Videos können erinnern, ersetzen aber keine persönliche Anleitung und Kontrolle.

Was mache ich, wenn kaum Sekret kommt?

Nicht jeder Tag ist gleich. Besprechen Sie anhaltende Veränderungen mit der Fachperson.

Brauche ich ein Gerät?

Nicht immer. Geräte können unterstützen, sind aber nur ein Teil möglicher Techniken.

Wer kann die Technik anleiten?

Eine Atemphysiotherapeutin oder ein Atemphysiotherapeut mit entsprechender Erfahrung.

Verlässliche Quellen

Redaktioneller Stand: 10. August 2026. Die Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.